Reisebericht - Übersicht
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Dieter Teichmann

Schon als Kind liebte ich das Bahnfahren. Man blickt auf die vorbeiziehende Landschaft und träumt. Leider hatte ich nur selten Gelegenheit dazu, und so genoss ich es um so mehr, wenn doch einmal ein Ausflug an stand. Ab und zu besuchten meine Eltern mit ihren Kindern Verwandte in Barmstedt, einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein. Um dahin zu kommen, fuhren wir zunächst mit Bus und S-Bahn zum Bahnhof Altona. Dort standen dann richtige Züge, gezogen von Dampflokomotiven, und mit einem davon ging es weiter bis nach Elmshorn. Die Lokomotive stieß weißen Dampf und schwarzen Rauch aus, und das sich beschleunigende „tsch-tsch-tsch“-Geräusch hat wohl jeder im Ohr, der einmal unter Dampf Zug gefahren ist. In Elmshorn hieß es umsteigen. Eine enge, steile Treppe führte in die Höhe zu einer Brücke über die Gleise. Auf der anderen Seite ging es genauso steil wieder hinunter zu einem weiteren Gleis, wo „Kuddel Barmstedt“ auf uns wartete. So nennen Einheimische heute noch die Bahn zwischen Elmshorn und Barmstedt. In meiner Kindheit fuhren blaue Triebwagen auf eingleisiger Strecke, in denen man neben dem Fahrer stehen und nach vorne gucken konnte. Die Bahnübergänge waren unbeschrankt, bei jeder Annäherung wurde mit einem tiefen Hupton gewarnt. Später wurden rote Wagen eingeführt, die hupten mit einem sehr hohen, hellen Ton, der vermutlich besser zu hören war, mir persönlich aber gar nicht gefiel, und nach vorne schauen konnte man auch nicht mehr.
Und jetzt fahre ich mit der Bahn durch Europa - und schreibe darüber.


Verlauf

Angereist vor...
4 Jahre 26 Wochen

Hier war ich...

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