Reisebericht - Übersicht
19.Jun.2011

Irland - Rundreise 2008

17.07. Donnerstag
Treffpunkt ist der Bahnhof in Donauwoerth am Donnerstagvormittag. Nachdem wir uns nun das erste Mal live gegenüberstehen geht es gemeinsam weiter nach München zum Flughafen. Bei Nieselregen verlassen wir am Nachmittag Deutschland und kommen ca. 150 Minuten später problemlos in Cork an. Als Mietwagen steht ein KIA-Rio für uns bereit. Anmerkung des Autors: Für etwas größere Leute ist dieser Wagen nicht unbedingt geeignet.
Unsere Jungfernfahrt im irischen Linksverkehr verläuft ohne größere Schwierigkeiten. Allerdings ist schon große Aufmerksamkeit von Nöten. Nach einer kleinen „Stadtrundfahrt“ (man muss sich ja erst mal unsehen) in Cork und Blarney beziehen wir unser kleines Zimmer in einem B&B in Blarney.
 
18.07. Freitag (ca. 160km)
Bei freundlichem, windigem Wetter besichtigen wir „Blarney House“ und „Blarney Castle“. Gegen Mittag erreichen wir das Städtchen Kinsale. Über Old Head kommen wir nach Clonakilty. Hier gibt es Strände mit kleinen Sanddünen. Das Baden selbst ist aber eher was für hartgesottene. Weiter geht es Richtung Skibbereen. Den Großteil der Strecke fahren wir auf teils sehr engen Straßen direkt am Atlantik entlang. Unser B&B liegt kurz vor Baltimore. Trotz einsetzendem Nieselregen machen wir uns dann noch auf um uns die Stadt anzusehen. Wir laufen bis zum „Baltimore Beacon“, einem säulenartigen Leuchtfeuer am Rande der Insel.
 
19.07. Samstag (ca. 270km)
In Bantry besichtigen wir „Bantry House & Garden“. Den Nachmittag über sind wir auf dem „Ring of Beara“ unterwegs. Der „Ring of Beara“ ist eine wild zerklüftete, schöne Halbinsel. Aber nicht ganz so bekannt wie der „Ring of Kerry“. Von Glengariff geht es bis Dursey. Hier kann man mit einem Cable Car auf die kleine Insel Dursey Island übersetzten. Meist bekommt man auch eine kostenlose Brise des Atlantiks zu spüren. Weiter geht es bis nach Kenmare. Landschaftlich ist die Strecke recht interessant. Das beständige Auf und Ab so wie die beengten Straßenverhältnisse sind schon eine kleine Herausforderung. Bevor wir unser B&B in Kilgarvan erreichen machen wir noch einen Zwischenstopp in Kenmare. Hier verweilen wir bei einem Stadtrundgang und kommen in den Genuss irischer Live-Musik. An diesem Wochenende findet hier gerade ein Wettbewerb irischer Musikvereine statt. In Kilgarvan quartieren wir uns für 3 Nächte ein. Das Zimmer ist zwar recht klein, dafür das Frühstücksangebot umso größer. Wer hier nicht satt wird ist selber schuld!
 
20.07. Sonntag (ca. 60km)
Über Kenmare geht es „up and down“ Richtung Killarney. Am Parkplatz des Torc-Wasserfall halten wir und besichtigen auf einem kleinen Rundweg den Wasserfall. Zu Fuß kommen wir - mit immer wiederkehrenden, leichten Regengüssen - durch den Killarney Nationalpark zu „Muckross House & Garden“. Im Anschluss wandern wir gemütlich weiter bis nach Killarney, wo wir uns in der Stadt etwas die Füße vertreten. Danach geht es die rund 10 Kilometer bis zum Parkplatz wieder zurück. Obwohl es nur ca. 22 Grad hat, wäre eine Sonnencreme heute angebracht. Abends fahren wir nochmals nach Kenmare. Hier geht der mehrtägige Musikwettbewerb zu Ende. Nach etwa 500 Kilometern steht nun langsam das 1. tanken an. Es liegt aber nicht am Verbrauch sondern an der Größe des Tanks selbst.
 
21.07. Montag (ca. 210km)
Über Kenmare geht es bei typisch irischem Wetter auf den „Ring of Kerry“. Es ist eine der landschaftlich schönsten Strecken in Irland. Wer sich für die versteckt liegenden Schätze, die abseits der viel befahrenen Wege zu finden sind, interessiert, der sollte sich hier zwei Tage dafür Zeit nehmen. Die Straße entlang des Cliffs zwischen Glenbeigh und Cahersiveen bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Blasket Inseln und die Halbinsel Dingle. Vorausgesetzt die Sicht wird nicht durch schnell aufziehenden, starken Nebel verdeckt.
 
22.07. Dienstag (ca. 210km)
Über Tralee fahren wir auf die Dingle-Halbinsel. Anfangs ist es etwas bewölkt. Auf dem Conor-Pass beginnt es zu regnen. Leider kommt es auf dem Slea Head Drive immer wieder zu Regengüssen. Zurück in Dingle können wir dann doch noch etwas Sonne genießen. Wer möchte kann auch Dingle´s Attraktion besuchen. Seit 1984 lebt in der Bucht von Dingle der Delfin Fungie. Da er sich gerne sehen lässt, hat man auf einer kleinen Bootstour die Gelegenheit einen Blick auf ihn zu erhaschen. Wir übernachten in einem B&B in Listowel. Böse Zungen behaupten, dass es in diesem aufstrebenden Städtchen mehr Pubs als Wohnhäuser gibt.
 
23.07. Mittwoch (ca. 240km)
Weiter geht es mit einer kurzen Fährfahrt von Tarbert nach Killimer.
Bei typischem Wetter erreichen wir die Cliffs of Moher. Wir parken etwas abseits und kommen so in den Genuss der vollen Länge der Cliffs. Nach ausgiebiger Erkundungstour entlang der beeindruckenden Steilklippen fahren wir weiter durch die karstige Buren-Landschaft. Ein Gebiet mit kahlem, blassgrauem Kalkstein. Am Poulnabrone-Dolmen legen wir eine kleine Pause ein. Dann fahren wir Richtung Galway. Spätabends checken wir dort in einem B&B ein und genießen wieder mal einen irischen Sonnenuntergang. (Unterscheidet sich kaum vom deutschen, ist aber trotzdem sehr schön. J)
 
24.07. Donnerstag (ca. 200km)
Es liegen jetzt bereits ca. 1160 Kilometer irischer Asphalt hinter uns. Bei sonnig warmem Wetter geht es durch eine grüne Hügellandschaft mit zahlreichen Seen Richtung Clifden. Am frühen Nachmittag besichtigen wir Kylemore Abbey, Kylemore Church und das Mausoleum. Ein Besuch des nahe gelegenen „Victorian walled garden“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Bei schönem Wetter kann man hier durchaus einen Großteil des Tages verbringen. In Salthill, einem Vorort von Galway, suchen wir uns wieder ein B&B für die Nacht. Den Abend lassen wir mit einem gemütlichen Spaziergang an der Galway Bay ausklingen.
 
25.07. Freitag (ca. 340km)
Vom Westen aus geht es nun in den Osten von Irland – Richtung Dublin. In Narm halten wir kurz an um uns etwas die Füße zu vertreten. Das Tagesziel heißt Newgrange. Das bekannteste Ganggrab Irlands. Es handelt sich hier um ein ca. 5000 Jahre altes Mausoleum. Der Hügel ist 11m hoch und wird ander Front von weißen Quarzsteinen eingefasst. Ein Kreis aus 97 mächtigen Megalithen umgibt den gesamten Hügel. Es gibt auch noch die Megalithanlage bei Knowth und Dowth, die wir aber aus zeitlichen Gründen nicht besuchen. Über Slane geht es um Dublin herum nach Bray. Hier wollen wir eigentlich übernachten. Wegen der sehr begrenzten Anzahl an B&B´s finden wir erst in Ashford etwas passendes.
 
26.07. Samstag (ca. 210km)
Bevor wir Heute ein paar Stunden in Glendalough verbringen fahren wir erst wieder ein Stück zurück nach Dublin. Denn der Weg über „Sally Gap“ ist landschaftlich sehr ansprechend. Glendalough ist eine berühmte Klostersiedlung, die sich ihren Charme bis heute bewahrt hat. Sie liegt mitten in einem bezaubernden Tal mit zwei Seen. Abends kommen wir in Kilkenny an. Da am Wochenende die B&B´s sehr stark frequentiert sind müssen wir auf unserer Suche noch ausdauernder sein als tags zuvor. Es findet sich aber noch ein passendes Farmhaus mit schönem Ausblick etwas außerhalb von Kilkenny.
 
27.07. Sonntag (ca. 120km)
Gestern wie Heute schönes, sonniges Wetter bei ca. 24 Grad Celsius. Nach dem Frühstück erkunden wir die Stadt Kilkenny mit ihren vielen Kirchen und dem Schloss mit angrenzendem Park. Am Nachmittag fahren wir etwa noch 50 Kilometer bis wir in Waterford ankommen. Nach einem Stadtbummel mit Hafenrundgang entschließen wir uns noch weiter bis Dungarvan zu fahren. Am Ortsrand findet sich gleich ein gemütliches B&B.
 
28.7. Montag (ca. 120km)
Von Dungarvan ist es nur noch ein kleines Stück bis Cork. Es wurde wohl bemerkt, dass wir so ziemlich am Ende unserer Rundreise angelangt sind. Denn Irland beweint unseren Abschied. Bis zur Mittagszeit gießt es in Strömen. In Cobh machen wir einen Zwischenstopp. Wir besichtigen den Hafen - die letzte Anlegestelle der Titanic vor ihrem Untergang - und die St. Colman Kathedrale. In Cork scheint dann bei unserem Stadtbummel erst mal wieder die Sonne. Die Temperatur liegt auch Heute wieder beständig um die 22 Grad. Zum Schluss lassen wir es noch mal richtig krachen und nehmen ein (Spielzeug-)Zimmer mit – nur – Continental Breakfast zum Preis von 75 Euro. Hier ist uns der Hausherr aber schon mit einem Rabatt von 10 Euro entgegengekommen!
 
29.07. Dienstag (ca. 120km)
Um kurz vor Acht starten wir in den Tag. Ein Ereignis jagt das nächste. Es regnet wieder recht stark. Das kontinentale Frühstück entpuppt sich als 3 halbe Scheiben Toast mit Erdbeer- und Aprikosenmarmelade. Eine kleine Auswahl muss schon sein! J Dann bricht auch noch ein großes Stück Putz von der Decke … Fluchtartig verlassen wir das eh schon windschiefe Haus Richtung Flughafen. Hier verläuft wieder alles nach Maß. Nach ca. 2200 gefahrenen Kilometern im Auto steigen wir nun auf ein Flugzeug um. So landen wir dann pünktlich gegen 15 Uhr in München. Dort trennen sich unsere Wege freundschaftlich.

Fotos von der Reise finden Sie unter www.Kanada200x.de